BIBA: Schrägbild des KLT
BIBA: Schrägbild des KLT

LÖSUNGSBESCHREIBUNG KAMERATECHNIK

ANWENDUNGSZENARIEN

Mobile Sensordaten sollen durch stationär erhobene Qualitätsdaten ergänzt werden. Dies geschieht mittels automatischer Bildverarbeitung. An relevanten Stellen in den Produktions- und Logistikprozessen der Supply Chain werden dazu stationäre 3D-Kameras positioniert, welche die einzelnen Produkte und Ladungsträger optisch erfassen und dokumentieren. Durch methodengestützte Bildverarbeitung kann die Qualität der Produkte bewertet werden.

Relevante Positionen im Prozess sind:

  • die Qualitätsprüfung der Produkte in der Produktion anhand von Menge und offensichtlichen Beschädigungen,
  • ihre anschließende Verpackung sowie
  • die spätere Kommissionierung und Überprüfung der Ladungsträger bzw. Transporteinheiten im Logistik-Hub.
BIBA: Aufbau der Kameratechnik
BIBA: Aufbau der Kameratechnik

Die ausgewerteten Bilddaten werden als EPCIS-Events an die Partner in der logistischen Supply Chain weitergegeben, um gegebenenfalls durch Qualitätsmängel auftretende Probleme durch Einsatz zweckgerichteter, digitaler Services beheben zu können. Hierdurch wird eine automatische Prozesssteuerung ermöglicht.

KONTAKT

Foto_Michael_Teucke
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Teucke
BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH
 
Telefon: +49 (0) 421 218-50159
E-Mail: tck@biba.uni-bremen.de

HERAUSFORDERUNGEN

Entwicklung verschiedener Algorithmen und Verfahren aufbauend auf maschinellem Lernen

  • Filter- und Segmentierungsalgorithmen
  • automatische Kalibrierverfahren
  • 2D- bzw. 3D-Bildverarbeitungsmethoden zur Volumen- und Konturenbestimmung

Sensorik- und Bildverarbeitungslösung durch das Einspeisen verschiedener Betrachtungsgegenstände als Vergleichswerte zur Fehlerdetektion.

Automatisierte Erzeugung von EPCIS-Events aus den Bilddaten zur Kommunikation und zum Austausch qualitätsrelevanter Informationen

VORTEILE

Prozesskontrolle

Die einzuhaltenden Qualitätsparameter werden optisch überwacht und mögliche Abweichungen echtzeitnah identifiziert.

Entscheidungs-unterstützung

Entscheidungsunterstützung

Aufgrund der diskreten Bewertung von auftretenden Störereignissen lassen sich mögliche Handlungsalternativen innerhalb von digitalen Services vorbereiten.

Kapazitäts-management

Ressourcenmanagement

Der Einsatz der Kameratechnik ermöglicht den gezielten Einsatz von Personalressourcen zur Qualitätssicherung, indem konkrete Untersuchungsgegenstände aufgrund von identifizierten Fehlerklassen definiert werden.

Reduktion von Sicherheits-beständen

Reduktion von Sicherheitsbeständen

Die Verringerung des Risikos von fehlerhaften Produkten und falschen Liefermengen ermöglicht die Verringerung der Sicherheitsbestände, welche zur Kompensation von hierdurch bedingten Lieferverzögerungen oder –ausfällen dienen.

Verbessertes Reporting

verbessertes reporting

Die automatische Erfassung ermöglicht die einfache Erstellung von Statistiken über auftretende Qualitätsereignisse.

Qualitätsüber-wachung

Prozesskontrolle

Mit Hilfe der gewonnenen Daten lassen sich die Transparenz innerhalb der Prozesse erhöhen und mögliche Risiko-Einflussfaktoren identifizieren. Bei Haftungsfragen lassen sich auftretende Probleme direkt einem Verursacher zuschreiben.

ENABLER

Industrieabhängigkeit

Transparenz

Transparenz6

Die Erfassung der Objekte entlang der Lieferkette schließt Informationslücken. Die Erfassungsereignisse werden mit einer gemeinsamen Sprache standardisiert beschrieben und können zwischen den Partnern ausgetauscht werden.

Datenqualität

Datenqualität2

Das Auto-ID-Erfassen der Objekte erlaubt das zeitnahe Synchronisieren von physischem und logischem Materialfluss. Auch das standardisierte Beschreiben der Ereignisse optimiert unternehmensübergreifend verfügbare Daten.

Digitales Abbild

Serialisierung2

Das digitale Abbild begleitet das physische Produkt über den kompletten Lebenszyklus. Sensoren am reellen Produkt geben ständig Informationen an den Klon weiter, aus den der digitale Zwilling ständig dazu lernt und so hilft, zukünftige Produkte auf ein höheres Qualitätslevel zu bringen.  Die Kombination aus Sensorüberwachung und Simulation der Produktion stellt die wesentliche Neuheit des digitalen Abbildes dar.

Konzepte hinsichtlich Datenerfassung, Datenbeschreibung und Datenaustausch sind aufgrund gewählter Infrastruktur und der offenen Beschreibungsstandards leicht und ohne große Anpassungen auf andere Branchen übertragbar.